Spontanreisen im Selbstversuch: Joana

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Mein Ausbruch begann am 30.6.2016 morgens um 9 Uhr. Ich hatte mich gerade gemütlich an meinen Bürotisch gesetzt, wollte den Tag nach ein paar sehr anstrengenden Arbeitstagen ruhig angehen, doch auf einmal vibriert mein Handy. Nichtsahnend, oder vielleicht ein bisschen etwas ahnend, öffnete ich die SMS und was stand wohl da? Genau! JETZT GEHT’S LOS!

Ganz in bbacksoon-Manier fuhr ich dann auch sogleich meinen Computer runter, packte meine Sachen und war mir nichts dir nichts auf und davon. Auf ins Abenteuer, auf zum Wellness, auf ins "The Cambrian Hotel" in Adelboden.

Die Fahrt nach Adelboden dauerte circa 4 Stunden. Ich nutzte die Zeit um zu lesen, die Seele baumeln zu lassen und mich auf das Kommende zu freuen. Aber ich freute mich nicht nur auf das Kommende, sondern erwischte mich mehrmals dabei, wie ich an mein Team dachte, die mir dieses tolle Erlebnis ermöglicht hatten. Ich spürte eine Freude und Dankbarkeit, die ich so nicht erwartet hätte. 

Wow, mein Chef gönnt mir einfach mal einen Wellnessausflug,„Wieviele Mitarbeiter sowas wohl erleben dürfen?“ und „Schön, wie mein Team sich mit mir gefreut hat und wie sie meine Arbeit für heute und morgen einfach übernehmen“.

Voll mit Gedanken, Freude und Dankbarkeit kam ich dann schliesslich gegen 14 Uhr am Hotel an. "The Cambrian" ist mitten in Adelboden gelegen, geniesst jedoch einen traumhaften Blick in die Berner Bergwelt. Ich fühlte mich vom ersten Moment an wohl. 

Was die ganze Erfahrung für mich noch viel schöner machte, war der tolle Service, den ich vom ersten Moment an erhielt. „Hallo Frau Urlau, schön sind Sie hier. Machen Sie es sich gemütlich, wir haben für Sie um 16 Uhr eine Massage reserviert und ihr 3-Gänge Menü folgt am Abend“. Ich war im Paradies angekommen. Jeder kümmerte sich um mich, ich fühlte mich unglaublich wohl und behütet und freute mich einmal mehr über das tolle "Package", welches meine Teamkollegen für mich zusammengeschnürt hatte. 

Was soll ich gross sagen, die Massage war göttlich. Genauso wie der Blick in die Bergwelt von meinem Liegestuhl auf der Dachterrasse und dem Infinity-Pool. Nach einem ausgiebigen Saunagang, dem Plündern der Dörrfrüchte und Nüsse im Ruhebereich, und einem letzten Sprung in den Pool, machte ich mich für den Abend fertig.

3-Gänge Menü for one, here I come.

Ich muss sagen, alleine im Restaurant zu sitzen und ein 3-Gänge Menü zu verköstigen braucht etwas Überwindung. Alle unterhielten sich, nur ich sass da ganz alleine. Ich zwang mich dazu, nicht jede Minute auf mein Handy zu gucken, verzweifelt nach sozialem Kontakt, sondern diese Situation vollends auszukosten. Ich entspannte mich, schaute in die Berge und lauschte den Konversationen an den anderen Tischen. Und je länger je mehr fing ich an die Situation zu geniessen. Der Wein schmeckte intensiver, genauso wie das Essen, und als ich beim Dessert angekommen war, wollte ich eigentlich gar nicht mehr gehen. Ich kann nun also jedem empfehlen, auch mal alleine essen zu gehen. Was es überhaupt zu essen gab? Als Amuse-Gueule selbstgemachtes Brot mit Frischkäse, also Vorspeise eine kalte Melonensuppe, zum Hauptgang Rindsfilet mit Spargel und als Nachspeise diverse kleine Dessertspezialitäten mit Limette. Lecker!

Gegen 11 Uhr ging ich dann, sichtlich erschöpft von diesem "anstrengenden" Wellnesstag, oder doch eher sichtlich entspannt, ins Bett.

Der nächste Morgen bescherte mir Traumwetter, Traumfrühstück und eine Traumaussicht.

Mein Frühstück genoss ich auf der grossen Dachterrasse, mampfte mich durch diverse Käsespezialitäten und gönnte mir eine grosse Portion Rauchlachs mit Rührei. Nochmal, das Essen im "The Cambrian" lässt keine Wünsche offen. 

Nach dem Frühstück gönnte ich mir einen kurzen Spaziergang, einen kleinen Sprung in den Pool und dann war es auch schon wieder Zeit zum auschecken. Kurz aber intensiv würde ich sagen. 

Und was blieb? Eine tolle Erfahrung, von der ich noch vielen erzählen werde, ein durchgekneteter Rücken und das Wissen, dass mein Team mich echt mag :-)

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Joana Urlau

Joana Urlau backpackt gerne. Geniesst Ihre morgendlichen Joggingrunden. Mag keinen Winter sondern surft lieber in der Karibik. Hat ein grosses Ziel: Den Schweizern zu mehr Spontanität zu verhelfen.